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Wir leben und lernen alle unter einem Dach

In unserem Schulprogramm legen wir fest, wie wir den Bildungs- und Erziehungsauftrag ausfüllen. Dabei können wir den besonderen Voraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler sowie den besonderen Merkmalen unserer Schule und unserem regionalen Umfeld in angemessener Weise Rechnung tragen.

Unser Schulprogramm soll Auskunft geben, welche Entwicklungsziele und Leitideen die Planung der pädagogischen Arbeit und der Aktivitäten der Schule bestimmen und die Handlungen der in unserer Schule tätigen Personen koordinieren.

So können wir außerdem in regelmäßigen Abständen den Erfolg der pädagogischen Arbeit überprüfen. Aus diesem Grunde sind bei der Entwicklung unseres Schulprogramms auch die Ergebnisse der internen und externen Evaluation berücksichtigt worden.

Im Mittelpunkt unseres Schulprogramms stehen natürlich die gemäß Schulgesetz und Rahmenrichtlinien verbindlichen Schülerbildungsleistungen und Bedingungsfaktoren in unserer Schule, von denen ja ein direkter Einfluss auf die Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler erwartet werden kann.

 

Die Sekundarschule „Kastanienallee“ liegt in einem Stadtteil von Halle / Saale, der zum Einen durch die Nähe zu einem Park und vielen freundlichen Wohnungen geprägt ist, zum Anderen aber auch einen so genannten Brennpunkt der Saalestadt darstellt.

Die Schule besitzt durch ihren Standort eine gute Verkehrsanbindung, die meisten der Jungen und Mädchen aber wohnen im direkten Umfeld. Aus der Lage unseres Standortes resultiert unter anderem, dass der Anteil der Jungen und Mädchen mit migrantem Hintergrund relativ hoch ist.

Das Verhältnis der Schülerinnen und Schüler untereinander ist gut. Da das laut Ziel auch unseres Schulprogramms so bleiben, ja gefördert werden  soll, lautet unser Motto:

 

Wir leben und lernen alle unter einem Dach


Haus des Lernens     ...MANN-werbeteamAuch an unserer Schule ist es möglich, zwei Arten des Schulabschlusses zu erreichen: Den Haupt- und den Realschulabschluss.

Die Berufsberatung steht an unserer Schule natürlich an einer der vordersten Stellen. Dabei sind im Laufe der Jahre gut funktionierende Netzwerke zu entsprechenden Einrichtungen und Institutionen entstanden.

Sehr erfolgreich funktioniert zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem BIZ (Berufsinforma-tionszentrum).

Mit dem „Lotsencenter“ macht seit dem 15. Januar 2007 eine neue Initiative des Vereins Berufliches Bildungswerk e. V. und der ARGE Halle auf sich aufmerksam. Die Mitarbeiter/innen sehen ihre Tätigkeit unter dem Aspekt Erreichen, Halten und vermitteln von Jugendlichen. Sie bieten, aufbauend auf deren Biografie, individuelle aktive Hilfe an.

Im Wesentlichen bestehen die Aufgaben des „Lotsencenters“ in der Hilfestellung für junge Menschen, die durch ihre familiären oder persönlichen Umstände in dieser Gesellschaft auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wenig oder keine Chancen haben beim Übergang von der Schule zum Beruf.

Ein Jobpass soll als Dokumentation der Weg – Ziel – Planung für und durch unsere Jugendlichen genutzt werden.

 

Lizenz der Abbildung Haus des Lernens:

Das Urheberrecht liegt bei der Firma:

 ...MANN-werbeteam

Sabine Großmann & Petra Hofmann GbR

Die Nutzung dieser Abbildung durch Dritte ist ausdrücklich untersagt!

 

Die Ausstattung unserer Schule ist in vielen Bereichen durchaus nicht ansatzweise auf dem neuesten Stand. Sehr problematisch sind beispielsweise die Unterrichtsvoraussetzungen in unserer Turnhalle.

Alle naturwissenschaftlichen Fachkabinette sind demgegenüber vor einigen Jahren saniert und neu möbliert worden, die Computerausstattung ist (bis auf die Geschwindigkeit der Internettverbindungen) gut, denn laut der Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der informations- und kommunikationstechnischen Strukturen zur Nutzung elektronischer Medien an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt (im Schulverwaltungsblatt Nr. 4/2008 veröffentlicht) soll Schule mit der Befähigung der Schüler/innen zu individueller Wahrnehmungs-, Urteilungs- und Entscheidungsfähigkeit auch den Vorlauf für die regionale Wirtschaft stärken.

Unsere Schule ist eine von vier zwischen 1971 und 1974 gebauten vom Gebäudetyp Erfurt TS 66. Diese Schulen wurden nahezu ausschließlich in Stahlbeton - Montagebauweisen errichtet. Die Forderung nach gut belichteten und belüfteten Klassenräumen von 50 m² musste damals mit Hilfe der Querwandbauweise erfüllt werden. Die Fachunterrichtsräume sind zwischen 72 und 75 m² groß. Die Fensterfront liegt deshalb an der Schmalseite der Räume, so dass Raumbeleuchtung und Raumqualität eingeschränkt sind.

Die Toiletten unseres Hauses sind saniert. Helle, freundliche Räume mit abgestimmten Farbtupfern verhindern, dass unsere Schüler dort frustriert durch Vandalismus und Graffiti Schaden anrichten.

Unsere Schule ist nicht grundsaniert, trotzdem investieren viele Schüler/innen gemeinsam mit ihrer Lehrerin für Kunsterziehung, Frau Hettmann, Zeit und Liebe, um unserem Schulhaus eine angenehmere Atmosphäre zu verleihen. So entstehen in den Fluren regelmäßig Schülergalerien, in denen Schülerarbeiten ausgestellt werden.

Auf drei großen Bildträgern zeugen hier Fotoreihen regelmäßig von den Erfolgen der Jungen und Mädchen unserer Schule. So schmückten hier Bilder von der Auszeichnung der Gewinner des Förderpreises im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der Zeichen- und Sportwettbewerbe.

Die Außenfenster der oberen und unteren Etage zeigen unsrem Umfeld nicht nur, welche Jahreszeit gerade herrscht. Einmal im Monat werden sie von Kindern und Jugendlichen gemeinsam geschmückt, um das Haus freundlicher erscheinen zu lassen und zu zeigen, welches handwerkliche Geschick und welche ästhetischen Fähigkeiten in unseren Schülern ruhen. Es soll auch nach außen transportieren, dass hier Kinder mit Herz und Hand lernen.

Eine große Info-Wand wendet sich an unsere Schülerschlichter und Sportler.

Auch eine kleine, aber stets gepflegte Hauswirtschaftsküche befindet sich in unserem Schulgebäude. Viele der Fachräume wurden durch die Schüler und Lehrer liebevoll renoviert und ausgestaltet.

 

Im Mittelpunkt der Unterrichtsarbeit stehen die Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht erfolgreiche Lernprozesse erleben und mitgestalten sowie die Relevanz der exemplarisch ausgewählten Lerngegenstände für die Bewältigung des Alltags erfahren.

Dem Qualitätsrahmen für Schulentwicklung  entsprechend bilden die neuen Lehrpläne eine wichtige Evaluationsgrundlage in den Qualitätsbereichen Schülerleistungen, Lehr- und Lernbedingungen, Professionalität der Lehrkräfte, Leitungsgeschehen und Schulmanagement, Schulorganisation sowie Schulklima und Schulkultur.

Hierbei ist von nun an Kompetenzentwicklung das Ziel, der Prozess und letztlich das Kriterium der Qualität des Lehrens und des Lernens. Alle Beteiligten müssen ihre Bemühungen darauf richten, dass im Unterricht die geforderten Kompetenzen erreicht werden.

Traditionelle Verfahren der Leistungsfeststellung sind durch weitere Formen wie Unterrichts-dokumentationen, mediengestützte Präsentationen, Partner- und Gruppenarbeit, Leistungsvergleiche, Portfolios, Beobachtungsbögen, Lerntagebücher zu ergänzen. Die Fähigkeit der Schüler/innen zur Reflexion von Leistungen, insbesondere auch zur Selbsteinschätzung soll gefördert werden.

Schulinterne Planungen werden zur Qualitätsentwicklung des Unterrichts genutzt und als Prozess organisiert. Fachschaftssitzungen erfassten im Planungsprozess hierfür folgende Bereiche:

  • Konkretisierungen und Abstimmungen zu dargestellten Zielen und Anforderungen
  • Vereinbarungen zum fächerübergreifenden Arbeiten
  • Gestalten zum Zusammenarbeiten der Lehrkräfte, z. B. der Fachschaftsarbeit
  • Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schülern sowie den außerschulischen Partnern
  • Schulprogrammarbeit.

Nicht nur im IT-Bereich sollen die Schüler in die Lage versetzt werden, über einen hohen Grad an Medienkompetenz zu verfügen. Zu Medien gehören nach wie vor Bücher.

Die Bibliothek wird nicht nur zum Aufbewahren der vorhandenen Bücher verwendet.

Diese können dienstags von Mittag an bis zum frühen Nachmittag ausgeliehen bzw. zurückgegeben werden. Frau Martin, eine Deutschlehrerin unserer Schule betreut alle Abläufe innerhalb der Schulbibliothek.

Alles entspricht dem Aufbau einer öffentlichen Bibliothek. Jeder Schüler hat die Möglichkeit sich anzumelden. Die Bücher können auch zur Vorbereitung auf den Unterricht genutzt werden. Das Angebot ist sehr vielfältig, von Märchen, über Abenteuergeschichten bis zu Krimis, für jeden ist etwas dabei.

 

Die bestmögliche Förderung bekommt ein Kind, wenn Elternhaus und Schule eng zusammenwirken. Das hört sich leicht an, ist in der Praxis aber oft schwierig. Während sich Lehrer an einigen Schulen vor dem Übereifer mancher Eltern kaum retten können, kämpfen Schulen in sozialen Brennpunkten oftmals um eine Minimalbeteiligung.

Vielleicht denken die Eltern, wenn ihre Kinder aus der Grundschule heraus sind, dann wüssten sie sich schon selbst zu helfen.

Die PISA-Begleitforschung hat einmal mehr bestätigt, dass der Einfluss der Familie auf die Leistungs- und Verhaltensentwicklung von Kindern mehr als doppelt so stark ist wie derjenige von Schule.

Die Lesekompetenz von 15jaährigen hängt zu 66,1% von Einflüssen der Familie und nur 31,0% von solchen der Schule, des Unterrichts und der Lehrkräfte ab. Bei der mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenz beträgt das Verhältnis 62,0% bzw. 62,6% zu 38,3% bzw. 62,6%.

Man sollte alles daran setzen, dieses enorme Potenzial der Familie durch Elterarbeit zu aktivieren.

An unserer Schule gibt es eine Vielzahl von Hilfsangeboten für Eltern. Da eine relativ hohe Quote an Schülern mit migrantem Hintergrund unsere Schule besucht, bildet ein Schwerpunkt die Integration dieser Kinder und Jugendlichen in den Lernprozess, aber auch die Unterstützung der Eltern in Form von Beratungen bei Erziehungs- und Lernproblemen, Sprach- und Lernpatenschaften für die individuelle Förderung ihrer Kinder und die Hilfe bei der Berufsfindung.

Bereits in den letzten Jahren gab es vielfältige Versuche, mit den Elternhäusern zusammenzuarbeiten. So wurde im Schuljahr 2008 / 09 eine Befragung der Elternhäuser durchgeführt, um eine gute Grundlage zur effizienteren Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule zu erreichen. Aus den Ergebnissen ging hervor, dass die Eltern mit der Arbeit der Schule zufrieden waren, dass sie es gern sähen, wenn ihre Kinder länger in unserer Schule betreut würden, dass sie es aber ablehnten, aktiv mit der Schule zusammenzuarbeiten.

Eine unserer Hauptaufgaben sehen wir darin, gemeinsam dieses Potenzial mehr auszuschöpfen und die Mütter und Väter unserer Schüler/innen nicht nur in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen, sondern beispielsweise im Rahmen eines Schulfestes in die Schule zu holen und so mehr und mehr in den Dialog und schließlich hoffentlich ein wenig mehr in Zusammenarbeit zu treten.

Zum Handwerk der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule gehört zweifelsohne die Kontaktpflege. Sie soll mehr und mehr etwas ganz Alltägliches sein und ein Treffen auch als erfreulicher Anlass genommen werden. Schließlich ist die verbreitete Praxis der „defizitorientierten“ Kontakte, die erst aufgenommen werden, wenn es Probleme gibt, eher kontraproduktiv.

Die Elternarbeit an unserer Schule gestaltet sich zuweilen schwierig und mühsam. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit lässt seitens der Eltern weiterhin oftmals zu wünschen übrig.

Jedoch gibt es auch viele positive Ansätze und Fortschritte. Eltern mit Migrationshintergrund kommen regelmäßig zu Gesprächen in die Schule. Einige suchen sich auch Rat und Hilfe bei den Schulsozialarbeiterinnen.

Durch das Engagement aller Pädagogen/innen und Mitarbeiter/innen ist es gelungen, ein gewisses Vertrauensverhältnis bei der Elternschaft – vor allem beim Elternrat – aufzubauen.

Jedoch wird auch zukünftig noch viel Arbeit auf diesem Gebiet von allen zu bewältigen sein.

 

Mindestens einmal monatlich, bei bestimmten Vorhaben und Anliegen natürlich auch öfter, treffen sich unsere Schülersprecher meist montags mit der Schulsozialarbeiterin Frau Weil und unserer Schulleitung. Jeder von ihnen ist im Besitz eines speziellen Heftes, das sie bei ihrem „Amtsantritt“ nach der Klassen- und Schülersprecherwahl zur Erleichterung ihrer Tätigkeit geschenkt bekamen. Hier tragen sie ein, was sie in ihre jeweiligen Klassen tragen sollen, worüber es zu informieren oder diskutieren gilt, was wir vorhaben oder welche Aktivitäten demnächst anstehen.

Auch beim Aufstellen unseres Schulprogramms waren die Schülersprecher sehr aktiv:

 

Seit 2005 arbeitet an unserer Schule eine Gruppe von Streitschlichtern. Nähere Informationen finden Sie  auf unserer Homepage in der Unterrubrik "Schülerstreitschlichter" auf der Seite "Schulleben".

 

Wir beteiligen uns auch an der Aktion "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage". Das bundesweite und internationale Projekt entstand 1988 in Belgien. Es ist ein Projekt von und für Schüler/innen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage in der Unterrubrik "Schule ohne Rassismus" auf der Seite "Unsere Schule".